Fotokunst

20130203_1802101.jpg20130203_180210.jpg20130203_180203.jpg20130203_180108.jpgBild01Nahrung ist es, die uns am Leben erhält. Unser Körper ist eine Ansammlung von Kost; als wäre sie aufeinandergestapelt und ihr der Lebensodem eingehaucht. Fehlt dieser, dann beschleicht uns ein Gefühl der Ödnis und Leere – ehemalige Nahrung erscheint absurd, wir können mit solchen Bildern zunächst nichts anfangen. Skulptur-Elemente im Hintergrund wirken dunkel; selbst das lebendige Wasser-Element bringt keine Erfrischung, denn es ist durch ein benutztes Behältnis -nunmehr nutzlos, vom Betrachter gar als „schmutzig“ und „reinigungsbedürftig“ kategorisiert – blockiert. Frische, exotische Kost auf dem Tisch wird nicht mehr als delikat wahrgenommen, denn die uns bestürmenden Fragen und Abneigungstendenzen dominieren jetzt schon das Bewusstsein. Plötzlich nehmen wir unser Denken als ebenso reste-behaftet und damit klärungs und reinigungsbedürftig wahr, wie das, was wir als „Geschirr“ sehen. Die zusätzliche, komplizierte Präsentation tut ihr Übriges, um unseren Widerwillen noch zu steigern. 

Dies alles wird uns schlagartig gewahr, wenn wir uns des überaus fragilen Gleichgewichtes bewusst werden, das uns latent begleitet. Erst dann können wir mit doppelten Eindrücken korrekt umgehen – weil jeder Moment vollkommen neu ist, sehen wir nur scheinbar zwei Mal das gleiche.

Der Mensch, die Person, die gerade eben noch lukullisch speiste, genoss – solchermassen in sich aufnehmend – wird für die Verweildauer des Betrachters zur Nebensache. Auch die feengleiche Poesie von Rilke oder Fried – wir nehmen sie nicht wahr. Unsere Bewusstheit ist nicht einpünktig, sondern selektiv. Ständig stören wir uns an der ewigen Frage: „Was soll das?“

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