Initiationsrituale

Die humanoide Kultur ist durch so manche Merkwürdigkeit geprägt:

Eine Merkwürdigkeit ist das Geschenk.

So aus dem Stehgreif fallen mir mehrere Kategorien von Geschenken ein:

„Besser, als es wegzuwerfen“ bzw. „Das ist doch noch gut“ > aus dieser Kategorie habe ich viel Bekleidung erhalten.

„Falls ich mal was von Dir benötige“ > so etwas wie eine Bezahlung im Voraus; Unterkategorie kann sein: „Ich fühle mich in Deiner Schuld, und Danke sagen reicht nicht aus“.

Aus einer sozialen Obliegenheit heraus: wenn man eingeladen ist, muss man was mitbringen – nach Möglichkeit in der Preisklasse, für die man zu verzehren gedenkt.

„Echte Geschenke“, nämlich solche, die gegeben werden aus reiner Freude am herschenken, bzw. aus Freude daran, dass der / die Beschenkte sich freut, sind sehr sehr selten.

Diese Aufzählung ist sicher nicht abschliessend, wozu auch. Sehr sehr merkwürdige Geschenke sind mir wiederfahren.

Ich erhalte Rasierzeug von gestorbenen Menschen.

Onkel Otto verstarb: mir wurde sein Dachshaar-Rasierpinsel zuteil.

Johannes Opa starb: Old spice für Christian.

Onkel Hans segnete das Zeitliche: erneut Dachshaar für Christian.

Onkel Fidus: ein Komplett-Set; lediglich das Rasierwasser fehlt.

Konklusio: liebe Freunde, Verwandten und Bekannten, die ihr mir nahesteht, Euch rasiert und Utensilien habt, die „vererbt werden“ könnten, egal, ob männlich oder weiblich!

Sterbet nicht! Und wenn doch: dann verfügt bitte testamentarisch, dass Euer Rasierzeug weggeworfen werden möge.

Denn hier seien die Auswirkungen des Fidusischen Rasierzeuges der interessierten Weltöffentlichkeit präsentiert.

Ich ziehe es also vor, wenn Ihr lebt – und benutze selbst fürderhin nur meinen eigenen Kram – die Gründe sind ja wohl offensichtlich (i.Ü.: ich bin ja auch schön blöd – warum benutze ich sowas auch???).

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.