Archive for Dezember, 2012

Fragmente eines Jahres (2012)

Montag, Dezember 31st, 2012

Jetzt kann ich mir ziemlich sicher sein, dass am 21.12.2012 die Welt doch nicht (vollständig) unterging – lediglich DER Moment kam, und verging.

Was war in 2012 so Besonderes?

Im Frühjahr eine höchst seltsame Erfahrung mit Adriaan van Wagensveld, die ich immer noch nicht klar verstehe – sei’s drum.

Yoga unterrichtet – und wieder aufgehört.

Versetzung auf meine „Traum Stelle“; seitdem habe ich Arbeit die Fülle.

Zwei Läufe in Köln. Das hat Spass gemacht.

Alpenüberquerung – eine traumhafte, sehr klärende und stärkende Zeit.

Ich vermisse Bob nach wie vor stark; ich denke sehr oft an Iona Schikarsky. Gottseidank ist in 2012 keiner meiner Lieben gestorben.

Ich habe mich getraut, nach bald 20 Jahren Kontakt aufzunehmen, um Dinge abzuschliessen, die damals unausgesprochen blieben, und seitdem rumorten.

Seit der Trennung und Scheidung das erste Jahr, in dem es lange -und damit: nennenswerte- Phasen von Ruhe und tief empfundener Freude gab und gibt. Seit August kann ich sagen: ich bin ein glücklicher Mensch. Das ist aussergewöhnlich; früher war ich zufrieden oder fröhlich. Aber glücklich? Nein. Das hat sich geändert, und es freut mich überaus.

Urlaub auf Zypern; es fühlt sich an, wie die perfekte Rente – und das mit 40. Gemeinsam langsam zu leben, jeden Moment tief auszukosten – das ist kostbar! Schnelles Leben muss vielleicht sein – aber in einer Phase zu sein, die langsam ist, so langsam wie eine schlendernde Schildkröte, das ist reines Manna für die Seele.

Draussen verbrennen die Menschen gerade Geld, und ich schliesse das Jahr ab.

Ahhhh – es ist köstlich!!!

Weltuntergang / 21.12.2012

Freitag, Dezember 21st, 2012

Als gestern in Australien schon heute war, ging weder dort noch hier die Welt unter.

Jetzt ist heute hier Weltuntergang, und in Australien ist es schon morgen – dort ist die Chance auf ein einheitliches „Aus!“ also vorbei.

Doch halt: die Frage könnte doch sein: hat sich lediglich ein Konzept bzgl. des „Wie“ nicht erfüllt?

Denn immerhin: die WElt, die gerade noch war, ist jetzt nicht mehr – sie verging also; Niemand springt zwei Mal in den gleichen Fluss.

Ohnehin:

Norbert Blüm hat gesagt: „Die Menschen werden immer älter, und gesund sterben will auch keiner.“

Ziel muss es doch also sein, nicht nicht zu sterben, sondern, wenn der Zeitpunkt denn schon kommt, dies als glücklicher Mensch zu tun.

So sehr ich das Leben liebe, und so ungern ich ginge:

Ich wäre dann soweit.

15.12.2012

Samstag, Dezember 15th, 2012

Ve hat mir heute in einem Klavier und Flügel-Geschäft in Köln „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ vorgespielt.

Zypern (Ende November bis Anfang Dezember 2012)

Sonntag, Dezember 9th, 2012

Wind Nordost, Startbahn 03… Ich bin begeisterter Flieger. Und es ist so, wie es besser nicht sein kann: Wolkig in FFM, und kaum sind wir über der Wolkendecke… Endlosigkeit, Wolken nur unter uns, strahlend blauer Himmel. Wir reisen mit rund 800 km/h !!!

Kurzer Stopp in Antalya; ich befürchte Schlimmes: es giesst wie aus Kübeln. Dann weiter… auf Zypern ist es bereits duster, als wir landen (die Ansage des Kapitäns finde ich cool: komplett auf Türkisch, dann: „Nice landing“ und zack! drückt er den Vogel nach unten – der wollte heim…), dann kommt die Busfahrt zum Hotel Noahs Ark.

Es ist der Wahnsinn in Dosen: Ein neugebautes fünf Sterne Hotel; ca. 1200 Betten, vielleicht 11 Pools, Sauna, Hamam, Fitness-Raum vom Allerfeinsten, Bungalows, Billardhalle, eigener Riesen-Strand, eigene Jogging-Strecke auf dem Gelände (!!!), ein Buffet direkt aus dem Paradies…

und wir sind insgesamt vielleicht 100 Gäste, weil nix, aber auch gar nix los ist!

Das bedeutet: wir haben das Hotel nahezu für uns allein; es läuft auf Privatkellner beim Essen heraus, es ist einfach nur angemessen!

Wir haben sogar einen Leih-Hund (Moses), der am letzten Tag in ein Tierheim verschleppt wird – aber sehr sehr nette Mitreisende (Holger und Margot: Vorbilder des Mitgefühls) haben ebenso einen Narren an Moses gefressen. Ich hoffe so sehr, dass sie ihn heim zu sich holen werden…

Regen? Nur ab und zu; und es macht auch nix… sitze ich eben auf der Terrasse und übe Pranayama. Oder bin im Fitness-Raum. Oder schlafe….

Es ist der Himmel.

Ahhhhh….