Facebook

Nun ist zu lesen, dass Arbeitnehmer gekündigt werden, weil sie ihr Kollegen und / oder Vorgesetzten und / oder ihren Arbeitgeber bei Facebook kritisieren und / oder beleidigen.

Seltsam:

Wir scheinen so sehr im „virtuellen Zeitalter“ angekommen zu sein, dass Meinungen Menschen nur noch über das Internet erreichen – nicht mehr in einem unmittelbaren Gespräch.

Und ebenfalls scheint es so zu sein, dass Menschen sich als so hilflos empfinden, dass sie ihr Unwerturteil und ihre Wut, ihre Agressionen dem Internet anvertrauen – anstatt das Problem zu erkennen, und es in einem Dialog einer Lösung zuzuführen.

Natürlich ist es falsch, Menschen und Organisationen zu beschimpfen und mit Recht ist dies strafbar; mit Recht hat Fehlverhalten auch Konsequenzen.

Aber:

Es ist doch bemerkenswert, dass wir in einem Alltag angekommen zu sein scheinen, in dem es nichts aussergewöhnliches ist, dass Menschen nicht (mehr) dazu in der Lage sind, mit Stressoren angemessen umzugehen.

Leider wird in diesen „Skandal“-Fällen gerade nicht berichtet, was für ein Umgang(ston) am Arbeitsplatz herrscht, wie Arbeitgeber und Kollegen miteinander umgehen. Weil jedoch der Druck im Arbeitsleben zunimmt, steht zu befürchten, dass man dort wird einen Zusammenhang herstellen können.

Natürlich ist dies keine Rechtfertigung – wie auch?

Das eigentlich Erschreckende ist jedoch, dass der Schrecken eine Herkunft hat, und diese Herkunft ufert aus.

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