Misc. / Update

Was geschah in der Zwischenzeit?

1) Ich werde ab September eine andere Stelle haben – ich freue mich sehr darauf!

2) Ich war im Urlaub in Fecamp.  Merveilleux!

Wie entspannt der Urlaub war, kann man daran sehen, dass ich die Schach-Weltmeisterschaft nicht live verfolgt habe- ich wollte es eigentlich…

Vishy Anand bleibt Weltmeister; auch, wenn er nun eigentlich ein Weltmeister im Schnellschach ist. Gelfand hat tolles Schach gezeigt, jedenfalls dies!

Sowohl Gelfand als auch Anand gebührt ein: Chapeau!!!

3) Heute war ich mit meinem Ältesten im Phantasialand, Geburtstag nachfeiern. Ich fuhr sogar Achterbahn…

4) Dass es Konzepte gibt, ist an sich nichts schlechtes. Echt übel wird es aber, wenn Menschen sich mit Konzepten identifizieren.

Für Liebe haben wir nicht Liebe, sondern das Konzept Ehe. Ein Versprechen, rechtliche Folgen, Veränderung der Steuerklassen.

Wird Liebe so abgesichert?

Kann man Gefühle absichern?

Nein, kann man nicht. Gefühle ändern sich –  Beziehungen ändern sich. Alle drei (der Mensch, Gefühl, Beziehung) brauchen Freiheit. Wer Freiheit ein Konzept verpasst, tötet damit den Inhalt.

Ja, es ist richtig: Menschen brauchen Mitgefühl und Liebe. Mensch sein bedeutet: Verantwortung tragen. Um wie viel mehr gilt dies in einer partnerschaftlichen Liebe. Verantwortung ist jedoch das sich kümmern aus einer Erkenntnis heraus, aus einem freien Willen. Weil Sorge, Unterhalt, Erbfolge nicht zwingend mit dem Rechts-Instut der Ehe verbunden sind, ist diese an sich überflüssig. Ich mag sie mit einem Schmuck vergleichen; sie ist Zierart, mehr nicht.

Indessen: keinesfalls darf verkannt werden, dass für Kinder, die aus einer Beziehung hervorgehen, zu sorgen ist – nur dann, aber auch erst dann, wenn einer der Beiden seiner Sorge nicht nachkommt, kann und muss das Recht helfen. Wir brauchen Förderung von Verantwortungsbewusstsein, nicht Förderung des Ehe-Institutes.

Liebe wird verwechselt mit Sexualität, Gedanken werden verwechselt mit Personen, Dauer wird verwechselt mit Zeit, Gott mit Kirche, usw. usw.

Wer einen Menschen wirklich liebt, sieht den Menschen, als das, was er ist.

So wundervoll dies ist, zeigt es doch auch: alle anderen verkennen wir – und es ist uns egal. Auf dieser Welt gibt es Milliarden von Menschen – und bestenfalls haben wir drei, vielleicht vier wirklich erkannt. Die restlichen Menschen sind -genau genommen- nur Projektionsflächen für unsere Wünsche, Ängste, Gedanken, Vorstellungen. Wir könnten sie weglassen – ohnehin leben wir zu 99% in einer Madame Tussauds Vorstellung, und der Preis, den wir zahlen, ist unser Leben.

Es ist schier entsetzlich, was wirklich wahr genommen wird – was übrig bleibt, wenn wir auch nur ein einziges Mal genau hinsehen –  von all dem, was wir  vorher gedacht haben, bleibt übrig, was ist: Gedanken, die mit sehen nichts zu tun haben – wir leben in einer illusiven Welt. Körper in Räumen, Körper, die sich nicht selbst empfinden, die sich nicht selbst kennen, den Moment, in dem sie sind, stets und ständig verpassen.

Das  Mitgefühl mit sich und anderen nicht zu verlieren, ist wirklich sehr schwer…

5) Freiheit ist schwierig zu leben – die existierenden Konzepte sind einfach zu dicht.

Wir können nicht am Strassenverkehr teilnehmen, ohne bei einem Konzept mitzumachen; auch ein Einkauf beim Aldi muss einem Konzept folgen – wir sind soziale Lebewesen, meinetwegen gar Mängelwesen,  und bisweilen sind Konzepte ein echter Segen.

Aber uns ist das Bewusstsein abhanden gekommen, das uns ermöglich sollte, zu unterscheiden:

Jetzt ist es Zeit, an einem Konzept teilzunehmen – jetzt ist es Zeit, Konzeptlos zu sein.

Uns kam die Fähigkeit abhanden, uns NICHT mit Konzepten zu identifizieren – wir vergessen, wer wir sind, und leben als Mutter, Vater, Kind; als Chef, als Untergebener; als Mieter, als Gärtner…

We live in a Marlboro Country: everyone is „out there“ – and no one is at home anymore.

6) Anspannung ist eine physische Energieansammlung, die man braucht, um eine Leistung zu erzeugen. Anstrengung ist das, was der Geist dazu sagt. Merkwürdigerweise gibt unser Geist zu unzähligen Gelegenheiten seinen Senf dazu – oftmals merke ich es gar nicht…

7) Ich hatte endlich den Mut, das Gespräch zu suchen … nach fast 18 Jahren…. Heilung ist mitunter sehr schwierig, und der Geist erlaubt es nicht …

.8) …

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