Archive for Februar, 2012

Reden

Dienstag, Februar 21st, 2012

Wir alle reden viel – ich beschreibe einige Dinge; immer und immer wieder.

Was tun wir -tue ich- wenn das, was es zu besprechen gäbe, angstvoll ist, unangenehm?

Wenn ich nicht weiss, „in welche Richtung es gehen wird“, in der Rede.

Zunächst schweigen – ist das besser?

Dialog braucht Mut.

Rigpa?

Montag, Februar 20th, 2012

Rigpa ist die „innere Natur des Geistes“, die Buddha-Natur, die jedem fühlenden Wesen innewohnt; das reine Gewahrsein. Einerseits erscheint es logisch, dass die Summe allen Seins (wobei diese Summe auch das Nicht-Sein mit einschliesst) eine eigene, natürliche, reine, Intelligenz hat – gar etwas, was noch darüber hinausgeht.

Können wir dies wahrnehmen?

Wenn ja: wie lange?

Oder -anders gefragt, aber es ist eine vergleichbare Fragestellung- nehmen wir (die wir möglicherweise allesamt meinen, wir nähmen NICHT All-Umfassend wahr) etwas anderes wahr, als das Ganze?

Wenn wir etwas als Wahrheit akzeptieren – ist es dann Wahrnehmung?

Das, was uns im Innersten berührt; das, wonach wir uns sehnen; das, was unveränderlich ist – kann dies verobjektiviert werden? Hat jeder Mensch die exakt gleiche Sicht vom Grund allen Seins? Gibt es Bereiche des Seins, in denen die Heisenbergsche Unschärfe-Relation nicht gilt (oder sich nicht auswirkt)?

Wie objektiv ist Rigpa? Kann unsere Buddha-Natur (ob wir sie haben, oder nicht) in irgend einem Teil, der ihr immanent sein mag, in jedem exakt so wiedergefunden werden?

Nur das, was gefunden werden kann, lohnt auch, gesucht zu werden.

Und nur das, was einen konkreten Nutzen hat (gleich, welcher Art) ist es wert, danach zu streben – wer keine Freude an Ars gratia artis hat, wer sein Bewusstsein nicht darauf ausrichtet (kontempliert), dass er „entsagt“, der schläft, der ist niemals im Hier und Jetzt.

Yoga, Bewusstsein, Samadhi, Rigpa – die Liste der Konzepte liesse sich endlos fortsetzen….

Zitat des Tages

Montag, Februar 20th, 2012

Ein Zyniker ist ein Schuft, dessen mangelhafte Wahrnehmung Dinge sieht, wie sie sind, statt wie sie sein sollten.

Ambrose Bierce, The Devil’s Dictionary (Klick auf den Hyperlink > wikiquote)

DHL

Sonntag, Februar 19th, 2012

Jeder hat sein Päckchen zu tragen; erstaunlich aber -dennoch- was sich darin alles findet.

Der Rubicon

Freitag, Februar 17th, 2012

Der Rubicon ward überschritten, so wurde es festgestellt zwischen dem nunmehrigen Ex-Bundespräsidenten und dem Chef-Redakteur der „BILD“. Letztendlich wulffte er sich selbst – was mit der verlorenen Ehre der Katharina Blum anfing, hat sich wiederholt. Wulff scheiterte nicht an seinen Fehlern, sondern an seinen Feinden.

Sein / Bewusst-Sein / Inter-Sein …

Freitag, Februar 17th, 2012

Sein und Bewusst-Sein ?

Es gibt nur wenige „zentrale Fragen“. Einige davon knöpfen sich den Fragensteller als Subjekt vor (und relativieren ihn dadurch zum Objekt):

Wer oder was bin ich?

Auf die Frage „Wer bin ich“? erhalten wir normalerweise ein knappes Dutzend an Eigenschaften, die aufgezählt werden: Name, Geschlecht, Alter, Arbeit, Familienstand, Religionszugehörigkeit / Konfession, usw.

Dies ist eine indirekte Definition: die Form des Subjektes wird beschrieben, sein Abdruck – nicht das Subjekt selbst.

Fragen wir erneut, so ist meist eine strukturierte Antwort das Resultat:

Körper + Geist / Seele = Ich.

Was ist der Unterschied zwischen Körper und Geist?

Umgekehrt: besteht ein Zusammenhang zwischen der Seinsform des Körpers und dem Geist?

Was also ist der Körper?

Die banale Antwort lautet: Knochen, Muskeln, Sehnen, diverse Flüssigkeiten.

Schauen wir genauer hin, dann ist „dieser Körper“ zunächst eine befruchtete Eizelle, dann ein Fötus, dann ein Baby, ein Teenager, ein Erwachsener, ein Greis, dann wieder Erde. Genau genommen ist „dieser Körper“ aber (lediglich) eine (ziemlich uneffiziente) Nahrungsmittel-Ansammlung. Der Körper von heute besteht aus den Mahlzeiten und Getränken, die wir ihm in der vorausgehenden Zeit einverleibt haben: ein belebtes Stück Erde, die ihrerseits ein Teil des Universums ist.

So sehen wir den Körper aber nicht. Was unserer Meinung nach den Körper von diesem Planeten abgrenzt, ist also nicht die Eigenschaft der Materie als Materie, sondern, dass dieser Materie ein Empfinden immanent ist: das Bewusst-Sein.

Merkwürdigerweise gehen wir davon aus, dass ein Stück Acker-Boden kein Bewusstsein hat.

Pflanzen wir jedoch der Krume ein Samenkorn ein, und machen aus der Pflanze Brot, und verleiben dieses Brot dann unserem Körper ein, verdauen und transformieren es, dann erstreckt sich das Bewusst-Sein unseres Körpers auf das, was einmal „tote Materie“ war.

Können wir also einen Zeitpunkt bestimmen, in dem sich das Attribut „tot“ zu „bewusst“ umformt?

Nur dann, wenn dies gelingt, können wir –genau an dieser Linie- eine Grenze zwischen Materie und Geist ziehen.

Dann wäre es jedenfalls so, dass aus dem Vorgang des Einverleibens heraus aus dem Unbedeutenden ein Jemand wird. Die durch den Geist belebte Materie verleibt sich Material ein, die dadurch den Geist behaust und durch die Behausung die Klassifikation vom „Material“ hin zum „Körper“ verlässt.

Machen wir uns jedoch klar, dass dann die Perspektive, der Punkt aus, von dem aus Existenz zu verstehen ist, nur möglich ist vom Geist ausgehend. Der Geist definiert das Sein, die Erscheinungsformen des Seins und dessen Qualität durch die Kraft des Geistes.

Hier sind wir jedoch gezwungen, die Prämisse anzuerkennen, dass wir letztlich nicht das Ding an sich, in seiner reinen Existenzform erkennen, sondern nur das Ding so, wie es durch den Geist, der seinerseits Qualitäten und Bedürfnisse hat, die sich interdependent in der Wahrnehmung und dem Wahrgenommenen reflektieren und diesen Prozess des wahrnehmens –einer Lichtbeugung durch Gravitation gleich- beeinflussen, wahrgenommen wird.

Kurz: Existenz setzt Anerkennung der Existenz voraus, mithin einen Geist, der anerkennt.

Dies bedingt konsequent, dass Primärbedingung der Existenz ein Geist ist – Materie, aus der der Geist heraus entspringt, jedoch nicht. Dies kann umformuliert werden: Für Existenz ist nur Geist notwendig. Zu diesem Zeitpunkt haben wir jedoch bereits die Grenzen der Logik verlassen: wir erkennen nämlich aktuell gerade nicht an, dass Existenz ohne Materie möglich wäre.

Um das Modell also halten zu können, müsste eine Nivellierung vorgenommen werden; dies ist  nur dann möglich, wenn wir zulassen, dass eine nonduale Sichtweise eingenommen wird; heisst: es gibt nichts Anderes, als nur das Eine.

Dann wäre die Krume Teil der Gesamt-Energie, ebenso, wie die Empfindung der Krume oder das Denken es wäre.

Dies führt aber dazu, dass wir eingestehen müssten, dass es diesen getrennten Körper nicht gibt; wir sind bei einer interdependenten Seinsform, die eben gerade nicht an eine explizite Form gekoppelt ist, angekommen; eine formlose Leere und eine Leerheit der Form.

Sein und Bewusstsein sind nicht getrennt, der Dualismus kollabiert.

Merkwürdigerweise können wir somit dieses Ich nur dann erfahren, wenn wir die Identifikation des Geistes mit Begrenzungen aufgeben – dies „ich“ ist unbegrenzt, unlimitiert und damit eine unfassbare, nachgeradezu vage, Seinsform, die mit dem Verstand weder erfassbar, noch rational begreifbar ist – dieses Sein kann nicht verstanden, oder gar beschrieben, sondern nur empfunden werden.

upside down

Montag, Februar 13th, 2012

dna dexim pu.

Das Beste draus machen

Freitag, Februar 10th, 2012

„Ich mache das Beste draus“.

Was ist „das Beste“?

Es ist besser, als alles das, was Andere machen – besser als jedes Werk eines anderen Menschen.

Wer das Beste tut, unterdrückt damit seine Mitmenschen – ein Konkurrenzkampf geht los.

Vielleicht wäre es besser, wenn wir das, was wir tun, einfach nur tun – da Taten irreversibel sind, ist ein „besser als Andere“ ohnehin nicht möglich.

Namen

Freitag, Februar 10th, 2012

Wer bei der Stasi mitarbeitete, bekam einen Decknamen.

Aus Max Mustermann wurde „Topas“, Liese Müller wurde „Anne Wasweissich“. Dies liesse sich beliebig fortsetzen.

Betrachtet man aber die „normalen“ Menschen, so ist auffällig, dass kaum jemand bei dem Namen bleibt, den er hat:

In der Beziehung wird er zum „Bärchen“, sie zur „Maus“. Auf der Arbeit wird Bülent Gülay zu „F10686“, im Internet heisst der grösste Loser „blackdaniel“ in seinem gmx account.

Wollen wir alle jemand anders sein? Von was wollen wir weg? Zu was wollen wir hin?

Wulffen

Montag, Februar 6th, 2012

Bild.de schreibt: Heidi Klum wulfft auf der Mailbox von Seal.

Dies hat Potential zum „Unwort des Jahres 2012“ (auch wenn es dazu reichlich früh ist).

Gewulfft zu werden scheint derzeit „en vogue“ zu sein.

Bedauerlich.