Rigpa?

Rigpa ist die „innere Natur des Geistes“, die Buddha-Natur, die jedem fühlenden Wesen innewohnt; das reine Gewahrsein. Einerseits erscheint es logisch, dass die Summe allen Seins (wobei diese Summe auch das Nicht-Sein mit einschliesst) eine eigene, natürliche, reine, Intelligenz hat – gar etwas, was noch darüber hinausgeht.

Können wir dies wahrnehmen?

Wenn ja: wie lange?

Oder -anders gefragt, aber es ist eine vergleichbare Fragestellung- nehmen wir (die wir möglicherweise allesamt meinen, wir nähmen NICHT All-Umfassend wahr) etwas anderes wahr, als das Ganze?

Wenn wir etwas als Wahrheit akzeptieren – ist es dann Wahrnehmung?

Das, was uns im Innersten berührt; das, wonach wir uns sehnen; das, was unveränderlich ist – kann dies verobjektiviert werden? Hat jeder Mensch die exakt gleiche Sicht vom Grund allen Seins? Gibt es Bereiche des Seins, in denen die Heisenbergsche Unschärfe-Relation nicht gilt (oder sich nicht auswirkt)?

Wie objektiv ist Rigpa? Kann unsere Buddha-Natur (ob wir sie haben, oder nicht) in irgend einem Teil, der ihr immanent sein mag, in jedem exakt so wiedergefunden werden?

Nur das, was gefunden werden kann, lohnt auch, gesucht zu werden.

Und nur das, was einen konkreten Nutzen hat (gleich, welcher Art) ist es wert, danach zu streben – wer keine Freude an Ars gratia artis hat, wer sein Bewusstsein nicht darauf ausrichtet (kontempliert), dass er „entsagt“, der schläft, der ist niemals im Hier und Jetzt.

Yoga, Bewusstsein, Samadhi, Rigpa – die Liste der Konzepte liesse sich endlos fortsetzen….

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