Training

Training bedeutet: „Prozesse, die eine verändernde Entwicklung hervorrufen.“
Es kann also um Sport gehen (Trainingslehre) aber eben auch um Reaktionen auf alles andere – Alltag, zB.
So ist der Geist gestrickt: wenn auf den Reiz „A“ stets die Reaktion „B“ erfolgreich war, dann konditionieren wir uns – durch Training wird „B“ zur „Standardreaktion“.
So sichern wir uns Erfolg im Leben.
Oder auch nicht: was, wenn „B“ zwar stets funktioniert, aber eben die drittbeste Option ist – oder gar nicht gut, sondern einfach nur funktionierend?
Dann wird das Tarining dämonisch: wir merken nicht mehr, dass etwas geschieht (weil eine Begleit-Erscheinung des Trainings eine Automatisierung ist) und nehmen die Reaktion von uns darauf nicht mehr wahr.
Je mehr wir also im Verhalten konditioniert werden, je mehr wir den Geist trainieren, desto mehr entgeht uns (?).

Auch -sicherlich!- „inverses Training“ mag es geben: wir trainieren, nicht vorgefasst auf einen Reiz zu agieren; wir trainieren, offen und unvoreingenommen zu sein. Jeder Moment ist neu, offen, zart und unvoreingenommen.
Das ist aber nicht das klassische Training, nicht die klassische Konditionierung, die wir kennen.

Aus dieser Perspektive betrachtet:
Der trainierte Geist sagt von sich: Ich denke, also bin ich.

Stimmt das?
Von daher: eher nein. Leider.

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