Alltag

Betrachte ich das, was ich „Alltag“ nenne, so fällt mir auf: die Zeit des Alltages kommt mir oft wie eine Zwischenzeit vor; eine Zeit, die zwischen zwei wichtigen Ereignissen liegt. Die Ereignisse erscheinen mir wichtig-die Zeit dazwischen schätze ich nicht.

Ob dies richtig ist?

Immerhin: der Zeitraum, der von einem Ereignis umschlossen wird, ist ebenso Lebenszeit, wie die Zeit, die alltäglich verstreicht.

Dies führt zu den Fragen:

Trifft die Wertung zu (was ist Alltag/was ist“Highlight“)?

Gibt es in meinem Leben zu wenige Highlights? Oder zu viel Alltag?

Nehme ich voll und ganz wahr, was ist? Ständig geschieht eine Menge-möglicherweise kommt davon nur ein Bruchteil bei mir an; dies könnte ich dann als „Alltag“ empfinden. Der Rest ist entgangen.

Die zuletzt genannte Frage zieht mich magisch an. Ein Indiz dafür, dass in ihrer Antwort etwas ist, was mich reizt.

Wirklich, voll und ganz, präsent zu sein:  wie würde solch ein Leben sich anfühlen?

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